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Ergebnisse von Bundestagswahlen

 

Auf diesen Seiten sind die Ergebnisse zu Bundestagswahlen zu finden, aufgeschlüsselt nach dem Bundesergebnis und nach den Ergebnissen in den Bundesländern.

Auch die Ergebnisse der Bundestagswahlen in den Wahlkreisen sind als PDF-Dokument aus diesem Bereich herunterzuladen.

Die nächste Bundestagswahl findet am 26. September 2021 statt.

 

Wahlergebnisse Deutscher Bundestag:

 

CDU/CSU

SPD

Linke.

GRÜ

FDP

PIR

AfD

NPD

2021

--.-

--.-

--.-

--.-

-.-

0.4

-.-

-.-

2017

33.0

20.5

9.2

8.9

10.7

0.4

12.6

0.4

2013

41.5

25.7

8.6

8.4

4.8

2.2

4.7

1.3

2009

33.8

23.0

11.9

10.7

14.6

2.0

-.-

1.5

2005

35.2

34.2

8.7

8.1

9.8

-.-

-.-

1.6

2002

38.5

38.5

4.0

8.6

7.4

-.-

-.-

0.4

1998

35.1

40.9

5.1

6.7

6.2

-.-

-.-

0.3

 

Sitzverteilung im Deutschen Bundestag:

 

CDU/CSU

SPD

Linke.

GRÜ

FDP

AfD

Gesamt

2021

---

---

--

--

--

--

---

2017

246

153

69

67

80

94

709

2013

311

193

64

63

-

-

631

2009

239

146

76

68

93

-

622

2005

226

222

54

51

61

-

614

2002

256

251

2

55

47

-

611

1998

245

298

36

57

43

-

679

 

Der Deutsche Bundestag wird im Rahmen der personalisierten Verhältniswahl gewählt. Dabei haben die Wähler/innen zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird der Direktkandidat eines Wahlkreises mit relativer Mehrheitswahl gewählt. Das bedeutet, daß derjenige Kandidat den Wahlkreis gewinnt, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Mit der Zweitstimme wird die Landesliste der Partei gewählt.

Entscheidend für die Zusammensetzung des Bundestages ist das Zweitstimmenergebnis. Der Erststimme kommt kein eigener Einfluß auf die Zusammensetzung des Bundestages zu, denn die gewonnenen Mandate der Direktkandidat/innen werden mit den Zweitstimmen verrechnet. Hierbei kann es zu Überhangmandaten kommen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate gewinnt, als ihr in diesem Bundesland nach Zweitstimmen zustehen. Diese sogenannten »Überhangmandate« verbleiben den Parteien. Im Jahr 2002 kamen dreizehn, 2005 sechzehn Überhangmandate hinzu, während es bei der Bundestagswahl 1998 noch 23 Überhangmandate. Dies führte dazu, daß die CDU/CSU bei der Bundestagswahl 2002 fünf Mandate mehr hatte als die SPD, obwohl sie das gleiche Ergebnis erzielte.

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2002 erfolgte ein Neuzuschnitt der Wahlkreise, der deren Zahl von 328 auf 299 reduzierte und damit die Gesamtzahl der Mandate im Bundestag von 656 auf 598 Sitze senkte.

Die Zahl der Überhangmandate hängt indes nicht mit der Zahl der Wahlkreise zusammen, wie die späteren Jahre zeigten. Seit der Bundestagswahl 2013 werden die Überhangmandate ausgeglichen, was zu einer Vergrößerung des Bundestages führen kann, wie das Wahlergebnis des Jahres 2017 zeigte. Während die gesetzlich vorgesehene Normgröße des Bundestages 598 Mandate betragen sollte, waren es durch Überhang- und Ausgleichsmandate im Jahr 2017 709 Abgeordnete, die in den Bundestag einzogen.

Über eine erneute Reform des Bundestagswahlgesetzes wurde in den letzten Jahren heftig gestritten. Daß eine solche Reform erst auf den letzten Metern vor der Bundestagswahl 2021 zustande kam, hing auch mit dem erbitterten Widerstand der CDU/CSU zusammen, die nicht auf das Entstehen von Überhangmandaten verzichten wollte und deshalb eine Reduzierung der Wahlkreise im Verhältnis zu den Listenmandaten ablehnte. Der Kompromiß, der Ende 2020 verabschiedet wurde, enthält neben einigen Änderungen unter Beibehaltung des gegenwärtigen Zuschnitts der Wahlkreise und deren Verhältnis zu den Listenmandaten die Möglichkeit der Entstehung drei ausgleichsloser Überhangmandate. Es wird weitgehend bezweifelt, ob diese Lösung zu einer Senkung der Zahl der Abgeordneten im Bundestag führen wird.

Überdies ist die Wahlrechtsreform vom Dezember 2020 Gegenstand einer Verfassungsklage der Oppositionsparteien. Für eine erneute Reform des Bundestagswahlrechts dürfte bis September dieses Jahres die Zeit zu knapp sein, zumal die Aufstellung der Kandidat/innen in den Wahlkreisen bereits begonnen hat. Insofern dürfte zu erwarten sein, daß das Verfassungsgericht die Anwendung des neuen Wahlrechts für diese eine Bundestagswahl erlaubt und für die hierauf folgende eine Reform fordert oder aber die Anwendung des Bundestagswahlrechts der Wahlen 2013 und 2017 auch für die Wahl 2021 anordnet.