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Wahlergebnisse.info

 

Aktuell

Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zur sogenannten »Jamaika-Koalition« wird wohl zu Neuwahlen im Jahr 2018 - wahrscheinlich im Frühjahr - kommen.

 

Willkommen bei wahlergebnisse.info!

 

In diesem Jahr finden die folgenden Wahlen statt:

Keine weiteren Wahlen 2017. Die nächsten Wahlen sind die Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein am 6. Mai 2018.

 

Auf diesen Seiten finden Sie eine ausführliche Sammlung von Wahlergebnissen, recherchiert in Zeitungen, Videotexte der Sender und Homepages der Landeswahlleiter.

Die Wahlkreisergebnisse der Bundestagswahlen sind für die Zweitstimmen seit 1949 und für die Erststimmen seit 1980 dokumentiert. Die Kreisergebnisse der Europawahlen reichen zurück bis zur ersten Wahl im Jahr 1979.

Der Bereich der Kommunalwahlergebnisse befindet sich im Aufbau, doch auch hier werden bereits aus allen Bundesländern außer aus Bremen und Hamburg bereits die aktuellen Kommunalwahlergebnisse bereitgestellt. Weiter zurückreichende Ergebnisse der Kommunalwahlen und auch der Landtagswahlen werden recherchiert und ergänzt, sobald sie vorliegen.

An Wahlabenden werden die Ergebnisse aktualisiert. Ergebnisse aus den Landtags- und Bundestagswahlkreisen werden als pdf-Dokumente herunterzuladen sein. Die Wahlkreisergebnisse bei Landtagswahlen in den Wahlkreisen werden in der Regel gegen Montag mittag nach der Wahl bereitgestellt, bei größeren Bundesländern kann dies auch bis Dienstag abend dauern, bei Wahlen zum Deutschen Bundestag und zum Europäischen Parlament entsprechend länger.

Unter der Rubrik Bundesrat wird zudem die Zusammensetzung des Bundesrates gezeigt. Des weiteren ist geplant, dort auch Ausführungen zu den gesetzlichen Grundlagen und dem Aufbau des Bundesrates bereitzustellen.

In der Rubrik »Wahlen Themen« werden wahlrechtliche Probleme dargestellt beziehungsweise Wahlausgänge im Hinblick auf öffentliche Diskussionen um Wahlrechtsprobleme erörtert. Dieser Bereich wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert, je nach dem, inwieweit die entsprechenden Themen anstehen.

In regelmäßigen Abständen wird in der Bundesrepublik der Deutsche Bundestag, die sechzehn Landtage sowie die kommunalen Parlamente, Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte gewählt. Hinzu tritt alle fünf Jahre die Wahl zur Besetzung der deutschen Sitze im Europäischen Parlament. Während bei der Bundestagswahl und der überwiegenden Zahl der Wahlen zu den Landtagen die personalisierte Verhältniswahl mit zwei Stimmen für jede Wähler/in zum Zuge kommt, werden bei den Wahlen zum Europäischen Parlament nur eine Stimme pro Wähler/in vergeben.

Auch bei der Länge der Wahlperioden unterscheiden sich die Parlamente. Während der Deutsche Bundestag für vier Jahre zusammentritt, beträgt die Wahlperiode des Europäischen Parlaments und der meisten deutschen Landtage fünf Jahre. In verschiedenen Kommunen beträgt die Wahlperiode gar sechs Jahre. So wird aktuell 2014 in Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal eine Kommunalwahl stattfinden, die sich auf eine sechsjährige Periode bezieht. Befürworter einer solch langen Wahlperiode verweisen auf ökonomische Aspekte (»Wahlen kosten Geld«) sowie auf den Umstand, daß die Bürger/innen mittels Bürgerentscheiden besonders auf der kommunalen Ebene die Möglichkeit haben, Entscheidungen der Kommunalparlamente zu korrigieren. Dem steht durchaus entgegen, daß längere Wahlperioden grundsätzlich weniger Kontrolle durch die Bürger/innen bedeuten.

Schon dieser Überblick zeigt, daß Wahlen und das Wahlrecht viel Stoff und viele Möglichkeiten bietet, über interessante Dinge zu schreiben und mit Spannung an den Wahlabenden den Wahlergebnissen entgegenzufiebern - auch auf wahlergebnisse.info.

 


Buchveröffentlichungen

 

Wahlen? Welche Reformen braucht das Wahlrecht?

Die überarbeitete und erweiterte vierte Auflage des Buches ist am 5. Oktober 2017 erschienen und breits in diversen Buchshops erhältlich und über den stationären Handel bestellbar.. Sie umfaßt neben der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Wahlrecht die Diskussion um dessen Weiterentwicklung sowie weitere Aspekte.

Nach der Bundestagswahl 2017 gehören 709 Abgeordnete dem Deutschen Bundestag an. Die Ursache für diese Vergrößerung des Parlamentes liegt in der personalisierten Verhältniswahl. Dieses Buch zeichnet den Weg der Wahlrechtsreformen nach, die zu den gegenwärtigen Verhältnissen geführt haben und macht darüber hinaus konkrete Vorschläge, welche Veränderungen am Wahlrecht vorgenommen werden müßten, um seine Neutralität zu erhalten und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß die in verschiedenen Urteilen des Bundesverfassungsgerichts kritisierten negativen Effekte wie der inverse Erfolgswert (negatives Stimmgewicht) und Überhangmandate nicht mehr auftreten können.

Das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag wurde vom Bundesverfassungsgericht 2008 wegen des sogenannten negativen Stimmgewichts als verfassungswidrig verworfen. Der Gesetzgeber hatte bis zum Sommer 2011 Zeit, das Wahlrecht so zu ändern, daß dieser Effekt bei der Mandatsverteilung nicht mehr auftritt. Nachdem die Regierung das Wahlrecht im Alleingang geändert hatte, landete die Reform vor dem Verfassungsgericht und wurde verworfen. Nun mußten die Parteien rechtzeitig zur Bundestagswahl 2013 eine gemeinsame Lösung finden.

Diese Lösung bestand in dem Ausgleich der Überhangmandate. Nach der Bundestagswahl 2013 sah es so aus, als habe das neue Wahlrecht funktioniert und auch nicht zu einer massiven Vergrößerung des Parlaments geführt, wie Kritiker im Vorfeld befürchteten. Doch das Wahlergebnis von 2013 überdeckte nur die Probleme, die nach wie vor bestanden und sich bei der Bundestagswahl 2017 mit einer Rekordzahl an Überhangmandaten deutlich zeigten.

Ebenfalls durch das Bundesverfassungsgericht wurde die Sperrklausel bei der Wahl zum Europäischen Parlament gekippt. Auch hier gab es Kritik und die Befürchtung, daß zahlreiche Splittergruppen ins Europäische Parlament einziehen könnten.

Dieses Buch stellt den Prozeß der Reformen beim Bundestags- und Europawahlrecht dar, zeigt neben den Vorschlägen der Parteien auch weitere Alternativen auf und betrachtet die Ergebnisse dieser Reformen. Es leistet damit einen Beitrag zur Wahlrechtsdebatte und will durch seine verständliche Darstellung zugleich Interesse an diesem Thema wecken.

4. erweiterte und aktualisierte Auflage.

Erschienen bei BoD - Books on Demand. Buch: € 9.99 - E-Buch (erscheint in ca. zwei Wochen): € 3.99 in den ersten vier Wochen, danach € 4.99 - Gebundene Fassung mit Schutzumschlag: € 21.50